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Sparquote steigern

Mit diesen fünf Tipps kann die Sparquote gesteigert werden

Sparerinnen und Sparer haben es aktuell nicht einfach. Die Inflation ist auf einem Rekordhoch und das Zinsniveau seit Jahren niedrig. Beim langfristigen Vermögensaufbau führt trotzdem kein Weg am Sparen und Investieren vorbei. Wer regelmäßig Geld auf die Seite legt und dieses anlegt, hat auf lange Sicht die besten Karten. Um Kapital aufzubauen, braucht es allerdings Reserven. Es folgen fünf Tipps, um die eigene Sparquote zu erhöhen.

Sparquote mit Haushaltsbuch steigern

Übersicht über die Ausgaben haben

Die Situation dürfte so manchen Menschen bekannt vorkommen: Man bekommt seinen Lohn überwiesen und nach kurzer Zeit ist das Geld schon wieder weg. Wohin das gesamte Gehalt geflossen ist, wird einem erst klar, wenn man den Kontoauszug durchstöbert. Gerade diese Unklarheit führt dazu, dass oftmals am Ende des Monats kein Geld mehr zur Verfügung steht.

Das muss aber nicht so sein. Sobald man Übersicht über die eigenen Ausgaben aufgebaut hat, kann man in weiterer Folge die Kostenstellen anpassen und reduzieren. Oftmals wartet die eine oder andere Überraschung auf, sobald ein Haushaltsbuch geführt wird. Vielen ist nämlich gar nicht bewusst, wie viel Geld für Hobbies oder diverse Laster ausgegeben wird.

Ein analoges Haushaltsbuch mit Zettel und Stift muss heutzutage übrigens nicht mehr geführt werden. Intelligente Software wie “You Need a Budget” (Kostenpflichtig), “Mint” und “Monkee” (Kostenlos) helfen dabei, Übersicht über die eigenen Finanzen aufzubauen. In weiterer Folge können dann diverse Budgetlöcher gestopft und somit Geld gespart werden.

Fixkosten reduzieren, um Sparquote zu steigern

Fixkosten und variable Kosten senken

Sobald eine Übersicht zu den Einnahmen und Ausgaben aufgebaut wurde, sind Anpassungen möglich. Sowohl bei den Fixkosten als auch variablen Kosten gibt es jede Menge Einsparungspotential, die keinesfalls mit Einbußen der Lebensqualität einhergehen müssen. Der Aufwand ist zudem zumeist minimal, um viel Geld einsparen zu können, das wiederum auf die Seite gelegt werden kann.

Typische Fixkosten sind Miete, Lebensmittel, Energieversorgung, Telefon- und Internetanschluss, Transportkosten, Rundfunkgebühren und Fernsehkosten, Versicherungen und Abos. Gerade hier lohnt sich eine regelmäßige Überprüfung, ob es denn nicht kostengünstigere Anbieter gibt. Portale wie Durchblicker.at helfen etwa dabei, ein günstigeres Service zu finden und zugleich umzusteigen.

Zur Senkung der variablen Kosten hilft es zumeist bereits, dass man sich bewusst ist, wie viel Geld überhaupt dafür ausgegeben wird. Die Kosten speisen sich nämlich aus allen anderen Ausgaben, die nicht zu den Fixkosten zählen. Dazu zählt der Kaffee am Weg zur Arbeit, Kino, Geschenke, Zigaretten, etc. Verzicht oder Alternativen können bereits für schwarze Zahlen auf dem eigenen Konto führen.

Ziele für Sparquote

Ein klares Ziel setzen

Sparen passiert langfristig. Um immer wieder Geld auf die Seite zu legen und somit die Sparquote über längere Zeit hochzuhalten, braucht es Ziele. So bleibt die Sparmoral aufrecht. Konsumgüter als Ziel sind zwar nicht Tabu, sollten aber nicht die primäre Motivation ausmachen.

Wird nämlich beispielsweise auf ein teureres Auto gespart, erhöhen sich in weiterer Folge wieder die Fixkosten, was wiederum auf die Sparquote drückt. Für viele ist ein gewisser Betrag daher motivierender, der dann wiederum für die Geldanlage und das eine oder andere Konsumgut verwendet wird. Die genannten Haushaltsprogramme bringen zugleich auch die Möglichkeit mit sich, Ziele festzulegen.

Hierbei sei noch zu erwähnen, dass es keine “optimale” Sparquote gibt. Diese ist der Quotient aus Sparen und verfügbarem Einkommen. Umso höher die Sparquote liegt, umso schneller erreicht man seine gesetzten Ziele. Als Faustregel gilt, dass diese bei ungefähr zehn Prozent liegen sollte. Verdient man also 2.000 Euro und legt monatlich 200 Euro auf die Seite, hat man sich so in etwas mehr als vier Jahren 10.000 Euro erspart. Eine beachtliche Summe, die bereits viele Ziele ermöglichen sollte.

Sparquote steigern, indem man sich selbst zuerst bezahlt

Bezahle dich selbst zuerst

Die “Bezahle dich selbst zuerst”-Methode wurde von George S. Clason bereits 1926 ins Spiel gebracht. Fast 100 Jahre später gilt diese Regel immer noch, um die eigene Sparquote zu optimieren. Die Methode eignet sich für sämtliche Einkommen – seien diese noch so niedrig oder hoch. Am Anfang des Monats sollte die erste Transaktion an ein separates Konto sein. Man “bezahlt” sich also selbst.

Das Geld bleibt unangetastet beziehungsweise wird investiert. Der Clou dabei ist, dass man sich selbst zum Sparen zwingt und nicht erst am Ende des Monats Kapital auf die Seite legt. Sogenannte Sparpläne können hierbei hilfreich sein. Hierbei wird regelmäßig Geld auf ein separates Konto transferiert, das dann wiederum in unterschiedliche Assets investiert wird. Wird dieses Vorhaben am Monatsanfang automatisiert, “bezahlt” man sich somit zuerst selbst.

Hierbei sei noch zu erwähnen, dass man sich auf jeden Fall einen sogenannten Notgroschen anlegen sollte, bevor man seine “Bezahlung” investiert. Laut Expertinnen und Experten sollte diese Summe für Notfälle ungefähr zwei bis drei Monatsgehälter betragen. So kann man auf unvorhersehbare Kostenstellen reagieren, die mit Sicherheit einmal vorkommen werden. Der Notgroschen erlaubt es dann, diese ohne Schulden zu begleichen. Den restlichen “Lohn” für sich selbst, kann man dann auch mit gutem Gewissen anlegen.

Sparquote steigern mit passivem Einkommen

Erhöhe deine Einnahmen

Bislang wurde sich der Ausgaben gewidmet. Um die Sparquote langfristig zu erhöhen, kann man auch Maßnahmen auf der Einnahme-Seite treffen. Regelmäßige Lohnverhandlungen sind hierfür hilfreich. Den größten Gehaltsprung erzielt man zumeist, wenn der Job gewechselt wird. Es kann sich also durchaus rentieren, den Jobmarkt auf geeignete Angebote zu überprüfen.

Neben dem eigentlichen Job gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zusätzliche Einnahmen zu verschaffen. Im Netz können etwa Auftragsarbeiten erfüllt oder kostenpflichtige Bildungsarbeit erledigt werden. Auch ein Nebenjob oder Vermietung eines Zimmers sorgen für zusätzliche Geldflüsse. Die genannten Punkte setzen allerdings Zeit beziehungsweise gewisse Interessen voraus. Zudem sollte der Hauptberuf nicht vernachlässigt werden.

Letztlich ist es auch möglich, zusätzliches Kapital ganz ohne Arbeitsaufwand zu lukrieren. Dieses passive Einkommen kann wiederum eingesetzt werden, um die Sparquote zu erhöhen. Diese Finanzflüsse können auf mehrere Wege erreicht werden. Affiliate-Marketing, der Aktienhandel beziehungsweise Crowdinvesting und angebotene Werke wie E-Books, Apps oder Webinare zählen zu den häufigsten Wegen, ein passives Einkommen aufzubauen.

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