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Mezzanine-Kapital

Beim Mezzanine-Kapital handelt es sich um eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Dieses kann von Unternehmen genutzt werden, ohne den Kapitalgebern ausgiebige Rechte einzuräumen. Aufgebracht wird das Mezzanine-Kapital von Banken beziehungsweise Private-Equity-Gesellschaften, die sich wiederum zumeist über Fremdkapital finanzieren. Je nach Gestaltung weißt das Mezzanine-Kapital mehr Eigenkapital– beziehungsweise Fremdkapitalcharakter auf:

  • Mezzanine-Kapital mit Eigenkapitalcharakter sind etwa Genussrechte, stille Beteiligungen oder wertpapierverbriefte Genussscheine
  • Mezzanine-Kapital mit Fremdkapitalcharakter sind beispielsweise Gesellschaftsdarlehen beziehungsweise nachrangige, partiarische Darlehen

Hintergrund des Mezzanine-Kapitals ist die zusätzliche Regulierung von Banken im Rahmen von “Basel II + III” und die damit einhergehenden Eigenkapitalvorschriften. Für Unternehmen ergibt sich dadurch eine flexible Möglichkeit, Geld für weiteres Wachstum zu besorgen. Gleichzeitig ist dieses aber oftmals nur für einen bestimmten Zeitraum und zweckgebunden verfügbar. Zudem sind auch die Kosten für Unternehmen höher, da der Kapitalgeber einem höheren Risiko ausgesetzt ist. Um das Geld bereitzustellen wird somit eine Art Risikoprämie verlangt.

Gerade in der Finanzierung von Immobilienprojekten hat das Mezzanine-Kapital Einkehr gefunden. Waren es früher primär Großanleger, die Kapital für Entwickler aufbrachten, sind es im Rahmen von Crowdinvesting auch Kleinanleger, die gemeinsam die Summen im sechs- bis siebenstelligen Bereich aufbringen. Projektentwickler sind in ihrer Arbeit somit flexibler und Investoren profitieren durch die hohe Verzinsung. Wie bereits erwähnt, ist für Anleger das Risiko auch höher. Bei einem Projektausfall kann es im schlimmsten Fall zum Totalverlust des Investments kommen.

Immobilien-Investments fürs 21. Jahrhundert

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