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Geldanlage

Zehn Fehler, die man beim Investieren vermeiden sollte

Die Geldanlage ist keine Hexerei und nicht nur etwas für Reiche. Das Internet hat für eine Demokratisierung am Finanzmarkt gesorgt. Heutzutage kann jeder mit nur wenig Geld zum Anleger werden. Trotzdem sollten bei der Geldanlage gewisse Grundsätze beachtet werden. So lassen sich die häufigsten Fehler beim Investieren vermeiden.

Alles auf eine Karte setzen

Selbst wenn man von einer Anlageform voll überzeugt ist, sollte man auf keinen Fall alles auf eine Karte setzen. Vielmehr lohnt es sich, mehrere Investmentmöglichkeiten zu nutzen. Sollte sich eine Geldanlage nämlich nicht wie erwartet entwickeln, kann der Verlust durch andere Investments kompensiert werden. Die Diversifikation ist das A und O bei der Geldanlage. Umso mehr gestreut wird, umso besser. Hierfür stehen die unterschiedlichsten Anlageklassen zur Verfügung.

Zu konservativ/risikoreich handeln

Ein zu konservatives Vorgehen sollte genauso vermieden werden wie vollständige “Zockerei”. Sein gesamtes Geld auf dem Sparbuch zu belassen ist angesichts der Inflation und Negativzinsen genauso abzuraten, wie sich hochspekulativen Investments hinzugeben. In beiden Fällen kann man sicher sein, dass das Vermögen mit der Zeit dahinschmilzt. Empfehlenswerter ist es, auf unterschiedliche Anlageklassen zu setzen, die je nach Risiko eine dementsprechende Rendite mit sich bringen.

Nur auf andere hören

Als generelle Regel gilt, dass man nur in ein Finanzprodukt investieren sollte, das man vollkommen versteht. Vermeintlichen Geheimtipps und Empfehlungen von Freunden, Bekannten oder dem Bankberater sollte man einer genauen Prüfung unterziehen. Empfehlenswerter ist es, selbst zu recherchieren und die Geldanlage in die eigene Hand zu nehmen. Rund um das Thema gibt es Fachliteratur en Masse und auch zuhauf vertrauenswürdige Quellen im Netz, bei denen sich sowohl Anfänger als auch Experten informieren können.

Gebühren und Steuern ignorieren

Bevor man sich auf einer Plattform anmeldet, beziehungsweise für eine bestimmte Anlageform entscheidet, sollte man auf alle Fälle zu Gebühren und Steuern vorab recherchieren. So lassen sich Kostenfallen beziehungsweise Steuernachzahlungen vermeiden. Die Gebühren für das Depot beziehungsweise die Transaktionen können sich bei diversen Anbietern nämlich ordentlich zusammenläppern. Auch hierzu gibt es im Netz aber zahlreiche Anlaufstellen, die die Entscheidung deutlich erleichtern. Kapitalerträge sind in Österreich zumeist durch die KEST erfasst, die zwischen 25 und 27,5 Prozent liegt. Oftmals müssen sich Anleger um die korrekte Versteuerung selbst kümmern.

Auf Trends aufspringen

Hypes sind oftmals verlockend und können für wenige durchaus lukrativ sein. Für den Großteil entwickeln sich Trends aber zumeist zu einem Minusgeschäft. Sobald die Masse nämlich mit der Zeit einsieht, dass es doch nicht die versprochene Rendite gibt, ziehen sie ihr Geld schnell wieder ab. So wird der vermeintliche Geheimtipp innerhalb kürzester Zeit zum Verlust. Generell gilt, dass man sich bei der Geldanlage nicht von Emotionen verleiten lassen darf. Lieber einmal darüber schlafen, bevor man sein Investment abgibt.

Zu hohe Erwartungen haben

Ungeduld rentiert sich zumeist nicht. Bei der Geldanlage darf man nicht davon ausgehen, über Nacht zum Millionär zu werden. Vielmehr sollte man der Investition Zeit geben und nicht beim ersten Verlust die Nerven verlieren. Investitionen sollten langfristig gesehen werden. Erst nach einer gewissen Dauer kann abgeschätzt werden, ob man den richtigen Riecher hatte. Geduld ist wichtig – an Minusgeschäften sollte man allerdings auch nicht ewig festhalten.

Ohne Plan und Ziele loslegen

Bevor man sich für die Geldanlage entscheidet, ist es wichtig, einen gewissen Anlageplan festzulegen. Möchte ich langfristig mein Vermögen anlegen oder ist mir eine hohe Rendite in möglichst geringer Zeit wichtiger? Auch zum Risiko sollte man sich Gedanken machen und wie liquide die genutzten Anlageformen seien sollen. Wenn ich nämlich möglichst schnell wieder auf mein eingesetztes Kapital zugreifen möchte, muss ich von einer geringeren Rendite ausgehen. All die Überlegungen gilt es niederzuschreiben und eigene Ziele festzusetzen. Mit der Zeit kann man so überprüfen, ob man auf dem richtigen Weg ist oder sein Depot eventuell anpassen muss.

Glauben, dass man klüger als alle anderen ist

Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein hat noch niemandem geschadet. Generell sollte man aber nicht davon ausgehen, dass man selbst klüger als der gesamte Markt ist. Selbst professionelle Anleger liegen immer wieder unrichtig, obwohl sie zumeist deutlich mehr Möglichkeiten auf technischer und personeller Seite haben und im Gegensatz zum Kleinanleger hauptberuflich investieren. Auch wenn die eigene Glaskugel ab und zu richtig lag, sollte man nicht davon ausgehen, dass man Marktentwicklungen perfekt voraussehen kann. Hier gilt es die eigenen Erwartungen etwas herunterzuschrauben und je nach Risiko sich mit dem einen oder anderen Verlust zurechtzufinden.

Von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen

Selbst wenn ein Markt jahrelang hochprofitabel war, kann sich dies sehr schnell ändern. Man sollte sich von der bisherigen Performance eines Finanzprodukts also nicht blenden lassen. So können gesellschaftliche, politische oder zufällige Veränderungen kurz- beziehungsweise langfristig dafür sorgen, dass ein Markt auf dem ab- beziehungsweise aufsteigenden Ast ist. Auch hier gilt, dass man zumindest gewisse Grundkenntnisse zu verschiedenen Märkten und Entwicklungen aufweisen sollte und somit auf eventuelle Veränderung reagieren kann.

Angst vor Risiko und Verlusten haben

Auch wenn man vorab ausreichend Recherche betrieben hat und sich seiner Sache absolut sicher war, kann es passieren, dass ein Investment schief geht. Hierbei ist es wichtig, dass man ordentlich diversifiziert hat. So hält sich der Schaden dann nämlich in Grenzen. Auf jeden Fall sollte man aus den Emotionen heraus seinen Anlageplan nicht gröber überarbeiten oder gar vollständig sich von der Geldanlage verabschieden. Vielmehr gilt es aus den Fehlern eigene Schlüsse zu ziehen, damit man diese künftig nicht mehr wiederholt.

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